Direkt zum Inhalt

Gossau gewinnt Playoff-Krimi in Nuglar mit 14:13

Playoff
Hürlimanns Penalty zum 14:12 war der Gamewinner trotz angeblich übertriebenem Torjubel

Es war ein Spiel, das an Spannung kaum zu überbieten war – nichts für schwache Nerven und definitiv auch nichts für Freunde defensiver Perfektion. Am Ende durfte Gossau aber einen verdienten Erfolg bejubeln. 

Über weite Strecken waren die Gossauer im Spiel 3 gegen 3 das bessere Team. Spielerisch hatte man Vorteile, fand immer wieder gute Lösungen nach vorne und konnte Nuglar mehrfach vor Probleme stellen. Gleichzeitig machte man sich das Leben mit zu vielen Eigenfehlern unnötig schwer. Der Gastgeber liess sich nicht zweimal bitten und nutzte diese Unsauberkeiten konsequent aus. So lag Gossau nach dem ersten Drittel knapp mit 4:5 im Rückstand. 

Der Mittelabschnitt begann dann ganz nach dem Geschmack der Gäste. Innert nur 17 Sekunden gelang der Ausgleich, wenig später ging Gossau erstmals in Führung. Doch wer dachte, damit kehre etwas Ruhe ein, hatte die Rechnung ohne dieses wilde Halbfinalspiel gemacht. Beide Teams suchten ihr Heil in der Offensive, das Spiel wogte hin und her und nach 40 Minuten leuchtete ein fast schon absurd klingendes 11:11 von der Anzeigetafel. Spannung war also reichlich vorhanden, Verteidiger und Torhüter hätten den Abend wohl lieber aus dem Kalender gestrichen. 

Im Schlussdrittel war es dann Philipp Schmid, der in der 53. Minute die Gossauer erneut in Front brachte. Die Freude währte allerdings nur kurz, denn Meier gelang postwendend wieder der Ausgleich. Die Partie blieb völlig offen. Als Nuglar-Goalie Binggeli den durchgebrochenen Philipp Schmid nur noch mit einem Foul stoppen konnte, bot sich Gossau in Überzahl die nächste grosse Möglichkeit. Diese liess sich Philipp Walter nicht entgehen und erzielte den erneuten Führungstreffer. Für die Vorentscheidung sorgte wenig später Thomas Hürlimann, der einen Penalty sehenswert zum 14:12 verwandelte. Der Treffer war herrlich herausgespielt, der Jubel danach vielleicht eine Spur zu ausgewogen – jedenfalls kassierte Hürlimann dafür gleich noch eine Strafe. Nuglar kam in Überzahl tatsächlich nochmals auf 13:14 heran und machte die Schlussphase nochmals richtig heiss. Doch diesmal hielt das Gossauer Bollwerk stand und rettete den knappen Vorsprung über die Zeit. So sichert sich der UHCevi Gossau einen enorm wichtigen Auswärtssieg und geht in der Best-of-Three-Serie mit 1:0 in Führung. 

Die Ausgangslage ist damit klar: Am Sonntag bietet sich in der heimischen AL Arena die grosse Chance, mit einem weiteren Sieg den Finaleinzug perfekt zu machen. Die Mannschaft freut sich auf lautstarke Unterstützung von den Rängen. Fans, Nerven und Playoff-Stimmung sind also erneut gefragt.

Matchtelegramm
UHC Nuglar United - UHCevi Gossau 13:14 (5:4, 6:7, 2:3)
Pfaffenholz, Basel. - 0 Zuschauer. - SR Marco Gyhr.
Tore: 1. Nuglar 1:0, 6. J. Abbühl (Schmid) 1:1, 8. Walther (Hürlimann) 1:2, 8. Schmid 1:3, 9. Nuglar 2:3, 14. Ehrensperger (Gut) 2:4, 17. Nuglar 3:4 (PP), 19. Nuglar 4:4 (PP), 20. Nuglar 5:4;
21. Schmid (J. Abbühl) 5:5, 22. Nuglar 6:5, 26. Nuglar 7:5, 27. d'Hooghe (J. Abbühl) 7:6, 28. Nuglar 8:6, 31. Schmid (J. Abbühl) 8:7, 31. Ehrensperger 8:8, 32. Herrmann 8:9, 34. J. Abbühl (Schmid) 8:10, 35. Nuglar 9:10, 36. J. Abbühl (Ehrensperger) 9:11 (PP), 38. Nuglar 10:11, 39. Nuglar 11:11;
53. Schmid (J. Abbühl) 11:12, 53. Nuglar 12:12, 54. Walter (J. Abbühl) 12:13 (PP), 55. Hürlimann 12:14 (Penalty), 55. Nuglar 13:14 (PP).
Strafen: Nuglar 3-mal 2' + 1-mal 10' (Kurtesi), UHCevi Gossau 3-mal 2' (Hürlimann 2x, Walther) + 1mal 10' (Hürlimann).
UHCevi Gossau: Wälchli (ab 21. Diener); d'Hooghe, Schmid, J. Abbühl; Ehrensperger, Walter, Gut; Walther, Hürlimann, Wyler; Herrmann, Huber.
Bemerkungen: UHCevi Gossau ohne A. Abbühl (verletzt), Gal und Ursprung (ohne Einsatz). Bestplayer Gossau Jason Abbühl.